| Die Kirchen der Stadt |
Siechenrasenkapelle ![]() |
Die jüngste
Kapelle steht, von einer Baumgruppe umgeben, nur einige Schritte südlich der
Hl.-Geist-Kapelle. Die Siechenrasenkapelle wurde 1753 gebaut. Ihr Name besagt,
dass hier
Seuchenkranke in Quarantäne gelebt haben und vielleicht auch beerdigt wurden.
Der jetzige einfache Bau könnte an Stelle des Siechenhauses "ad Sankt Wendelinum" errichtet worden sein, über dessen Standort |
| Unklarheit
besteht. Zeitweise heißt die Kapelle auch Herz-Jesu-Kapelle. Jedes Jahr geht am zweiten Pfingsttag eine Prozession an den Siechenrasen. Damit folgt die katholische Kirchengemeinde eine jahrhundertealten bis in die frühe Neuzeit hineinreichenden Tradition. Die Prozession führt um die Stadt um Gottes Hilfe zu erbitten und wurde bereits im Jahre 1511 zum ersten Mal erwähnt. |
| Altarstein von
1698 in der Siechenrasenkapelle mit einer Darstellung des Erzengels Michael, zu sehen in
einer Rüstung mit Flammenschwert, als Verteidiger Gottes das Böse tötend. Da an der Stiftsschule nicht nur Theologie, sondern auch Medizin gelehrt wird, hat Fritzlar die ersten und meisten Ärzte Hessens. 1132 wird der älteste Fritzlarer Arzt namens Heinrich erwähnt, und bereits aus dem 9 Jh. gibt es eine in Fritzlar verfasste medizinische Handschrift.
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