Die Kirchen der Stadt
St. Petri Dom

 
 
I
m Jahre 732, acht Jahre nach der Fällung der Donareiche, weihte Bonifatius eine Steinkirche ein. Ihre Grundmauern wurden bei Umbauarbeiten 1969 im Dom entdeckt. Es war eine dreischiffige Basilika, 27 Meter lang und 12 Meter breit.
 
"haec mea ecclesia semper manebit inusta" diese, meine Kirche wird immer vor Feuersbrunst behütet bleiben. Dies soll Bonifatius geweissagt haben. Im Jahre 774 griffen die Sachsen die Stadt an. Wie durch ein Wunder wurde die Kirche verschont.

In den nächsten Jahren entwickelte sich die Siedlung zur Stadt. Der Mainzer Erzbischof förderte nun den Neubau einer romanischen und wieder dreischiffigen Basilika. Unter dem Chor und der Vierung wurde eine Krypta angelegt. Da der heutige Dom wesentlich auf dieses Bauwerk zurückgeht, sind auch heute noch Krypten, Chöre, Querhausmauern und Außenmauern teilweise erhalten.
Wieder wurde in den folgenden Jahren sehr viel an der Kirche gebaut. 1232 erfolgte die dritte Zerstörung Fritzlars und auch diesmal behob man die schweren Beschädigungen und errichtete gleichzeitig neue Gebäudeteile. Bis 1868 hatte der Dom zwei verschiedene Türme. Der Dachhelm des südlichen Turms ist während einer Messe eingestürzt. Wieder neu aufgebaut wurden dann im Jahr 1873 beide Türme verändert um ihnen ein gleichmäßiges Aussehen zu geben.